Großer Nachklang: Footvolley Europameisterschaft 2025 begeistert in Schwäbisch Gmünd
- sevotion
- 30. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Großer Nachklang: Footvolley Europameisterschaft 2025 begeistert in Schwäbisch Gmünd
Schwäbisch Gmünd, 10. Juli 2025 – Die Footvolley Europameisterschaft 2025 ist mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen – und hat Schwäbisch Gmünd in eine europäische Footvolley-Metropole verwandelt. In einer spektakulären Atmosphäre trafen vom 27. bis 29. Juni die besten Damen- und Herrenteams des Kontinents aufeinander und lieferten sich auf dem Center Court auf dem Gmünder Johannisplatz, sowie auf dem zweiten Court auf dem Marktplatz, also im Herzen der Stadt sportliche Höchstleistungen, die weit über Deutschland hinaus für Aufsehen sorgten.
Zahlreiche Nationen waren am Start, begleitet von tausenden begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern vor Ort sowie einem internationalen Livestream-Publikum via footvolleyleague.com.
Neues Kapitel für den Footvolley-Sport in Europa
Die EM 2025 markierte nicht nur einen sportlichen Höhepunkt, sondern auch einen Wendepunkt für die europäische Footvolley-Szene: Mit der Wahl des neuen Präsidenten der European Footvolley League (EFVL), Igor Alberto Oliveira aus Portugal, beginnt eine neue Phase der Professionalisierung und Expansion.
„Diese EM war ein Meilenstein für unseren Sport – in Organisation, sportlichem Niveau und medialer Reichweite“, so Igor Alberto Oliveira, neu gewählter Präsident der EFVL. „Ich bin begeistert von der Energie, mit der Deutschland – insbesondere Schwäbisch Gmünd – diesen Event umgesetzt hat. Es zeigt, welches Potenzial Footvolley in Europa hat. Mein Ziel ist es, diesen Spirit in alle Mitgliedsnationen zu tragen.“
Starke Organisation, starke Emotionen
Verantwortlich für das gelungene Event war das lokale Organisationskomitee unter der Leitung von Sascha Kühne, einem der Wegbereiter des Footvolley-Sports in Deutschland. „Was wir hier erlebt haben, ist weit mehr als ein Turnier – es war ein echtes Footvolley-Fest“, sagt Sascha Kühne, Hauptorganisator und Footvolley-Pionier. „Die Begeisterung auf dem Marktplatz, die Fairness unter den Teams und die vielen positiven Rückmeldungen aus dem In- und Ausland – das alles zeigt, dass Footvolley in Europa angekommen ist. Wir haben hier in Schwäbisch Gmünd ein Stück Footvolley-Geschichte geschrieben.“
Hochklassiger Sport – spektakuläre Finals
Die Viertelfinalspiele am Samstagabend boten den Zuschauern packende Duelle. Deutschland II besiegte Österreich I in einem spannenden Match, während Deutschland I knapp gegen Italien I ausschied. „Es war der schönste Veranstaltungstag in elf Jahren Playa de Gamundia“, schwärmte Kühne. Die Tribünen waren voll besetzt, und die Zuschauer standen teilweise in Achterreihen, um einen Blick auf das Geschehen zu erhaschen. Im Finale trafen Joel Nisslein und Lukas Kicherer auf das israelische Duo Ron Ben Ishai und Maor Haas, die als Favoriten galten. „Es war hart. Israel hat eine unfassbare Qualität“, sagte Lukas Kicherer nach dem Spiel. Die Israelis, die erst kürzlich ein Top-Team aus Brasilien geschlagen hatten, zeigten auch in Schwäbisch Gmünd ihre Klasse. Trotz der Niederlage war die Freude über den Finaleinzug groß. „Noch kurz bin ich enttäuscht und dann wird der Stolz und die Freude kommen“, fügte Kicherer hinzu. „Ich bin überwältigt von dem ganzen Support. Es war ein überragender Tag für uns“, äußerte sich Noel Nisslein nach dem Finale. Kicherer bedankte sich bei seiner Familie und Freunden, die ihn vor Ort unterstützten. Die Atmosphäre in Schwäbisch Gmünd war elektrisierend, und die Zuschauer sorgten für eine unvergessliche Stimmung. „Ich hatte beim Einlaufen schon etwas Gänsehaut. Es war geil hier“, so Kicherer. Während bei den Männern Israel den Titel holte, sicherte sich das spanische Team den Sieg bei den Frauen. Keyla Faria, eine der Europameisterinnen, lobte die Organisation: „Es war ein sehr gut organisiertes Turnier. Das Publikum war großartig. Es freut mich sehr, dass bei so einem heißen Wetter so viele Zuschauer gekommen sind.“ Die Spanierinnen setzten sich im Finale souverän durch und krönten sich zu den neuen Europameisterinnen vor Portugal und den beiden Teams aus Österreich. Alle Ergebnisse gibt es online unter footvolleyleague.com.
Mediale Reichweite und positive Resonanz
Die EM erzielte auch medial eine große Reichweite: Über 1,5 Millionen Kontakte wurden über Social Media und Livestream-Plattformen registriert. Besonders die Highlight-Clips und spektakulären Ballwechsel erreichten europaweit hohe Klickzahlen. Eine der Erfolgsformeln neben der positiven Entwicklung der Sportlerinnen und Sportler ist auch, dass es die Playa de Gamundia schon zum elften Mal gab. Und in Schwäbisch Gmünd arbeiten so viele Helferinnen und Helfer seit Jahren mit Herzblut mit, um Footvolley in Europa noch bekannter zu machen.
Zukunft gesichert
Mit dem Rückenwind dieser erfolgreichen Europameisterschaft plant die EFVL nun eine weitere Ausweitung der Tour sowie eine engere Zusammenarbeit mit lokalen Verbänden. Schwäbisch Gmünd hat sich als zuverlässiger und leidenschaftlicher Austragungsort etabliert – eine Rückkehr der EM an diesen Standort in den kommenden Jahren ist nicht ausgeschlossen.
(Nachbericht: Jörg Hinderberger)